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Leibnix – Das Universalgenie in Alltag und Comic (Ausstellung)

Presse-Information (PDF)

Anlässlich des 300. Todestages von Gottfried Wilhelm Leibniz widmet sich das Museum Wilhelm Busch in einer Kabinett-Ausstellung dem Universalgenie und setzt den Schwerpunkt im Bereich Leibniz-Rezeption in Alltag und Comic. Im Mittelpunkt steht dabei die Comic-Reihe „mosaik“, die drei Jahre lang große Teile ihrer Ausgaben Leibniz widmete. Die Ausstellung ist eine Veranstaltung im Rahmen des Leibniz-Jahres und wird mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Der Mathematiker, Philosoph und Historiker Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) war ein Universalgelehrter. In allen Wissenschaften seiner Zeit bewandert, war sein Motto „theoria cum praxi“ – die Wissenschaft müsse angewendet werden. Lebenslang beschäftigte er sich mit dem Bau von Rechenmaschinen und legte mit seiner „Dyadik“, dem Binärcode, den Grundstein für die rechnergestützte Informationstechnologie des 20. Jahrhunderts.
Der Rezeption von Leibniz in Alltag und Comic widmet das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek eine Kabinett-Ausstellung.

Im Mittelpunkt der Schau steht das älteste und auflagenstärkste deutsche Comic-Magazin „mosaik“. Von 2009 bis 2011 hatte Leibniz darin als Comic-Figur eine Fülle von Abenteuern im barocken Europa zu bestehen – begleitet von den Abrafaxen Abrax, Brabax und Califax, jugendlichen Fantasiegestalten aus der Gegenwart. Anhand von 40 Originalzeichnungen zu den „mosaik“-Comics aus dem Archiv des Verlags Mosaik – Steinchen für Steinchen (Berlin) wird nicht nur das Wirken des Gelehrten anschaulich nacherzählt, sondern zudem der Entstehungsprozess eines Comic-Heftes erfahrbar gemacht – vom Manuskript über erste Skizzen bis zur fertigen Zeichnung.

Außerhalb der Wissenschaften ist der Name Leibniz vor allem durch den Leibniz-Butterkeks aus Hannover präsent. Auch zahlreiche Straßen, Plätze, Schulen, Vereinigungen und Apotheken sind nach ihm benannt. In der Ausstellung sind repräsentative Beispiele für die Bedeutung von Leibniz im heutigen Alltag zu sehen, z. B. Ausdrucke digitaler Comics, Leibniz-Alltagsgegenstände und Leibniz-Merchandisingartikel sowie die Zeitschrift „Leibniz-Feldpost“ aus dem Ersten Weltkrieg. Nicht fehlen darf das legendäre Fußball-Länderspiel der Philosophen zwischen Deutschland und Griechenland der Gruppe Monty Python, bei dem Leibniz im deutschen Tor steht.

Abb. 4_Newton_Leibniz (c) MOSAIK Die Abrafaxe 2016

Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Georg Ruppelt, Autor, Herausgeber und ehemaliger Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.

Zur Ausstellung erscheint das Begleitbuch „Abenteuer Wissenschaft – Die Abrafaxe unterwegs mit Gottfried Wilhelm Leibniz“ mit einem Essay von Georg Ruppelt, 176 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 9,95 €, ISBN 978-3-86462-143-7.

Ab dem 14. November 2016 ist die Ausstellung mit einem Schwerpunkt auf den „mosaik“-Comics im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig zu sehen.


Pressekontakt
Dr. Lena Weber
Tel.: 0511 169999-17 (Zentrale: -11)
E-Mail: weber@karikatur-museum.de

Presseportal (Abbildungen)
http://presse.karikatur-museum.de

Öffnungszeiten
Di. bis So. und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr

Eintritt
6,00 €; 4,00 € ermäßigt; 14,00 € Familienkarte

Buchung von Führungen
Tel: 0511 169999-11
E-Mail: service@karikatur-museum.de

Pressekonferenz
8. Juli 2016, 11.30 Uhr

Eröffnungsvortrag
16. Juli 2016, 15.00 Uhr

Alle Abbildungen © MOSAIK – Die Abrafaxe 2016

Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst wird institutionell gefördert durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover

1716 – Leibniz’ letztes Lebensjahr. Unbekanntes zu einem bekannten Universalgenie (Ausstellung)

Ausstellung zum 300. Todestag von G.W. Leibniz 2016

Das letzte Lebensjahr von Gottfried Wilhelm Leibniz (gest. 14. November 1716) ist nicht nur für den Universalgelehrten selbst, sondern auch für den Anspruch der Barockwissenschaft auf Universalgelehrtheit ein Schicksalsjahr. Leibniz’ Tod markiert zugleich den Höhepunkt und das Ende der Allwissenheitsträume der wissenschaftlichen Revolutionen des 17. Jahrhunderts. 1716 kulminierten noch einmal alle wissenschaftlichen und politischen Bestrebungen des Ausnahmegelehrten. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Ausstellung das letzte Lebensjahr von Leibniz und hinterfragt dabei kritisch das bisherige Leibniz-Bild vom „letzten Universalgelehrten“ und „ersten Globaldenker“. Das Fundament bilden neue Forschungsergebnisse, die im Rahmen einer internationalen wissenschaftlichen Tagung der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und des Leibniz-Archivs in Hannover im Dezember 2014 erarbeitet wurden. Die für Anfang 2016 geplante Publikation der Tagungsakten soll daher durch einen umfangreichen Bildteil zugleich als Katalog und Begleitveröffentlichung der Ausstellung dienen.

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Bildnachweis: Leibniz stirbt. Aus: Johann August Eberhard: Gottfried Wilhelm Freyherr von Leibnitz. Chemnitz 1795, S. 176.

Ausstellung „Leibniz als Mathematiker“

Ab dem 15. Februar 2016 findet in der Teilbibliothek des Instituts für Mathematik der Universität Würzburg eine Ausstellung statt mit dem Thema „Leibniz als Mathematiker“.

Die Ausstellung widmet sich folgenden Themenfeldern:

Portraits of the Mind – Einblicke in unser Gehirn

Das Gehirn ist das faszinierendste Organ unseres Körpers. Es steuert all unsere komplexen Körperfunktionen, hält uns am Leben und ist die Basis unseres Seins. Ohne diese hochentwickelte Schaltzentrale in unserem Kopf könnten wir uns nicht bewegen, wir könnten weder sprechen noch fühlen und hätten keinerlei Erinnerungen.

Doch wie funktioniert unser Gehirn? Kann man sehen, wie und was wir denken? Wie beeinflussen Hirnkrankheiten unsere Persönlichkeit und kann man sie heilen? Diese und andere Fragen bewegen die Menschen schon seit Jahrhunderten. Während die Forscher im Mittelalter noch durch bloßes Messen, Wiegen und Zerschneiden der grauen Masse ihre Geheimnisse zu entlocken versuchten, machen in der Gegenwart hochtechnologische Untersuchungs- und Visualisierungsmethoden das Unsichtbare sichtbar.

Die mit viel Akribie angefertigten, detailreichen Zeichnungen der Vergangenheit sind heute komplexen Abbildungen gewichen, die uns tiefe Einblicke in die Struktur und Funktion des Gehirns ermöglichen. Auf der Ebene einzelner Zellen und kleinster Moleküle entstehen dabei fantastische Bilder, die in ihrer Abstraktheit wie Wunderwelten ferner Galaxien anmuten.

Die Ausstellung „Portaits of the Mind“ basiert auf dem gleichnamigen Bildband des US-amerikanischen Neurowissenschaftlers Carl Schoonover. Ergänzt wird seine Bildauswahl durch Aufnahmen, filmische Darstellungen und interaktive Exponate aus der aktuellen neurowissenschaftlichen Forschung des Deutschen Primatenzentrums Göttingen. Dort versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wie unser Gehirn komplexe Bewegungen steuert, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und auf äußere Reize reagieren. Dabei untersuchen die Forscher vor allem die neuronalen Grundlagen kognitiver Funktionen wie Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung und Raumbewusstsein.