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»Lieben heißt, unser Glück in das Glück eines anderen zu legen«

Veranstaltung im Rahmen der 13. Leibniz-Festtage: »Gebeugtes wird sich wieder aufrichten« (5. September – 5. Dezember 2016)

Schülerinnen und Schüler der Leonore-Goldschmidt-Schule (IGS Mühlenberg), der Wilhelm Raabe Schule und eines Warschauer Gymnasiums präsentieren ihre Arbeiten zu Gottfried Wilhelm Leibniz.

Termin: Mittwoch, 28. September 2016, 19.00 Uhr

Leitung: Helen Peyton, Dr. Martin Stupperich, Mariusz Ziolo

Moderation: Martina Trauschke

Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche Rote Reihe 8, 30169 Hannover

Eintritt: frei

Cityzooms Leibniz

Veranstaltung im Rahmen der 13. Leibniz-Festtage: »Gebeugtes wird sich wieder aufrichten« (5. September – 5. Dezember 2016)

8 Filmteams präsentieren ihre filmische Entdeckungsreise zum Universalgelehrten G.W. Leibniz. Entstanden in einer Produktionswoche in der Neustädter Hof- und Stadtkirche mit Schülern und Schülerinnen der Deutschen Schule Shanghai, der Deutschen Botschaftsschule Peking und der Leibnizschule Hannover unter der Leitung von Burkhard Inhülsen

Termin: Donnerstag, 20. Oktober, 19.00 Uhr

Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche

Eintritt: frei

Heidegger im Gespräch – Lektüre-Seminar (II): »Über den Humanismus«

Die Denkwege Martin Heideggers führen nicht unmittelbar zu einer Philosophie der Politik. Dennoch enthalten sie Hinweise und Wegzeichen, die für eine Neufassung politischer Grundkategorien (z.B. Freiheit oder Autonomie) von erheblicher Bedeutung sind. Unter den in Frage kommenden Texten ist es der sog. »Humanismusbrief« aus dem Jahre 1946, an dem sich dies zeigen lässt. Es handelt sich um einen Brief Heideggers an den französischen Philosophen Jean Beaufret. Im Seminar werden wir den für die Veröffentlichung durchgesehenen und an einigen Stellen erweiterten Brieftext gemeinsam lesen. Wir wollen versuchen, die hier von Heidegger entfaltete philosophische Bestimmung des Wesens des Menschen in ihrer ganzen Radikalität und Fremdartigkeit wahrzunehmen und zu befragen. Dabei werden auch Grundmotive seiner Spätphilosophie zur Sprache kommen. Die Einzelausgabe des Textes trägt den Titel »Über den Humanismus« (11. Auflage 2010, Klostermann) und ist leicht zugänglich. Sie hat einen Umfang von 56 Seiten und sollte von jedem Seminarteilnehmer mitgebracht werden. Die Ausgabe bildet die Grundlage für das Gespräch zwischen dem Seminarleiter und den Teilnehmenden wie auch unter den Teilnehmern selbst.

Referent
Prof. Dr. Peter Brokmeier, Hannover

Termin
Sechs Sitzungstermine jeweils Montag, 15.45–17.15 Uhr
1., 15. August | 5., 19. September | 10., 24. Oktober 2016

Ort
Gemeindehaus Rosmarinhof 3, 30169 Hannover

Anmeldung
erbeten bei der Stadtakademie

Kosten
25,00 Euro

Expression und Ausdruck

Eine historisch-systematische Diskussion im Ausgang von G. W. Leibniz

Internationale Fachtagung

Konzeption: Dr. Laura E. Herrera Castillo

Programm (PDF)

Laut G. W. Leibniz ist die monadische Tätigkeit ,par excellence‘ die der Expression. Sie beschreibt den Akt, in dessen Vollzug die Monade ihre inneren Inhalte entfaltet und damit zugleich das Universum perzipiert. Insofern ist die Expression eine Beziehung der Monade mit dem Universum mittels der Entfaltung ihres Inneren. Doch welcher Art ist diese Beziehung? Sie kann als eine konstante und gesetzmäßige Relation zwischen dem, was von einer Sache und dem, was von einer anderen Sache ausgesagt werden kann, bestimmt werden. Auf diese Weise drückt beispielsweise ein Bauplan ein Haus aus, eine Karte drückt eine Stadt aus, ein Wort drückt einen Gedanken aus, ein Zeichen drückt einen Gegenstand aus usw. Ausdrücken bedeutet repräsentieren, wahrnehmen, vervielfältigen; aber auch: korrespondieren.

Schon bei Leibniz selbst sind die Bereiche, in denen Ausdrucksbeziehungen vorkommen, verschieden und vielfältig: trotz ihres metaphysischen Charakters zeigen sie sich im Kontext der Physik, der Sprache, der Kunst, der Logik und der Geometrie. Es ist keinesfalls überraschend, dass wir heute, wenn wir an diesen Begriff denken, seine entsprechende Mehrdeutigkeit wahrnehmen. Der Ausdruck befindet sich in der Enklave zwischen dem Inneren und dem Äußeren; er entspricht sowohl der Äußerung des Inneren als auch der inneren Repräsentation des Äußeren. Versteht man ihn als Repräsentation, lassen sich die geschichtlichen Ursprünge des Ausdrucksbegriffs in den antiken Ideen der mimesis und der imitatio ausmachen. Im Sinne von Äußerung kann er sowohl eine Wahrheit als auch eine Empfindung bezeichnen; selbst Gesichtszüge lassen sich damit belegen. Seine Bereiche sind deshalb die Metaphysik, die Kunst, aber auch die Psychologie. Und schließlich, verstanden als Korrespondenz, bezeichnet der Ausdrucksbegriff nicht nur Bedeutungsbeziehungen, sondern auch Verweisungsbeziehungen, wie im Falle von Symbolen, und eröffnet damit Wege für die Logik, die Mathematik und die Semantik. In diesem Sinne verbinden die historisch-systematischen Verläufe des Ausdrucksgedankens Leibniz mit Platon und Nikolaus von Kues, aber ebenso mit Ernst Cassirer, Gilles Deleuze, Walter Benjamin und der Kunstströmung des Expressionismus.

Das bevorstehende Kolloquium widmet sich dem Expressions- bzw. Ausdrucksbegriff in seinen zahlreichen Facetten. Seine im Ausgang von G. W. Leibniz – dessen 300. Todestag in das Jahr 2016 fällt – formulierte Problemstellung ist systematisch motiviert. Sie will unterschiedliche historische und thematische Bezüge aufgreifen bzw. herstellen und weiterdenken – mit Leibniz und über Leibniz hinaus.

Lange Nacht der Kirchen

Leibniz-Facetten im Jahr seines 300. Todestages
Theateraufführung »Der Nachlass« – Sophie Charlotte und Leibniz

18.00 Uhr
Eike Christian Hirsch: Der liebenswerte Leibniz. Ein Nachruf. Mit Musik am Cembalo von Prof. Lajos Rovatkay

19.00 Uhr
Prof. Rolf Wernstedt: Zur Aktualität von Gottfried Wilhelm Leibniz

19.30 Uhr
Prof. Lajos Rovatkay spielt an der spanischen Orgel und am italienischen Cembalo Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts

20.00 Uhr
Theaterauffführung: »Der Nachlass« SOPHIE CHARLOTTE UND LEIBNIZ. Mit Christina Große, Theo Vadersen und Christine Krüger, Berlin

21.30 Uhr
Prof. Lajos Rovatkay spielt an der spanischen Orgel und am italienischen Cembalo Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts

Verleihung des VGH-Preises für hervorragende Leibniz-Dissertationen

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft und die Leibniz-Stiftungsprofessur der Leibniz Universität Hannover schreiben gemeinsam einen Preis für hervorragende Leibniz-Dissertationen aus. Das Preisgeld wird von den VGH Versicherungen im Lande Niedersachsen (Deutschland) gestiftet und trägt den Namen des Unternehmens.

Ort: Lichthof im Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1

PROGRAMM

Moderation
Dr. Manola Märtens
Unternehmenskommunikation | VGH Versicherungen

Grußworte
Prof. Dr. Volker Epping
Präsident der Leibniz Universität Hannover
Prof. Dr. Erich Barke
Präsident der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft
Dr. Ulrich Knemeyer
Vorstand der VGH Versicherungen | Schatzmeister der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Vorstellung der auszuzeichnenden Arbeiten
Prof. Dr. Wenchao Li
Leibniz-Stiftungsprofessur | Vorsitzender der Auswahlkommission

Preisverleihung

Kurzvortrag
Heinrich Schepers (Münster)
Leibniz‘ unverstandene und wohl zu verstehende Metaphysik

Empfang der VGH Versicherungen

Musikalische Umrahmung
Posaunenquartett der HMTMH
Colin Prichard | Australien
Tolga Akman | Türkei
Elisabet Cada | Schweden
Johannes Weidner | Deutschland

Leibniz Summer School (2nd Session)

II. Internationales Doktorandenkolleg zur Leibniz-Forschung

Das von der Leibniz-Stiftungsprofessur der Universität Hannover und der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft veranstaltete II. Internationale Doktorandenkolleg zur Leibniz-Forschung findet vom 13. (Anreise: 12.) bis 16. Juli 2016 in Hannover statt. Die Leitung der Doktorandenschule liegt bei Prof. Dr. Donald Rutherford (Leiter, University of California, San Diego), Prof. Dr. Maria Rosa Antognazza (King’s College, London) und Prof. Dr. Justin Smith (Université Paris Diderot).

Auf dem Doktorandenkolleg werden Dissertationsarbeiten präsentiert und gemeinsam diskutiert. Besuche des Leibniz-Archives und weiterer Leibniz-Orte sind geplant.

Es wird von den Teilnehmenden erwartet, dass sie an dem X. Internationalen Leibniz-Kongress teilnehmen. Weitere Informationen unter:

http://www.gottfried-wilhelm-leibniz-gesellschaft.de/kongress2016

Bewerberinnen/Bewerber senden bis zum 1. Januar 2016 ein Exposé (5 Seiten) ihres Dissertationsprojekts sowie den Namen ihrer Universität und der Betreuerin/des Betreuers ihrer Arbeit als auch eine eventuelle Liste von Veröffentlichungen an folgende Adresse:

Leibniz Universität Hannover
Frau Ute Beckmann
Sekretariat der Leibniz-Stiftungsprofessur
Königsworther Platz 1
30167 Hannover

beckmann@lsp.uni-hannover.de

Das Exposé soll in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst sein. Die Entscheidung über die Teilnahme erfolgt bis zum 29. Februar 2016.

Es steht eine begrenzte Anzahl von Stipendien zur Verfügung.

Vom 7. bis 12. Juli 2016 findet eine Sommerschule in Leipzig statt, an der Doktoranden teilnehmen können. Weitere Informationen unter:

http://www.leibniz2016.de

Das Doktorandenkolleg wird von der Leibniz-Stiftungsprofessur finanziert.

Ankündigung (DE/EN/FR) (Stand: 16.09.15)

Ein Name wird Programm: 10 Jahre Leibniz Universität Hannover

Am 1. Juli 2006 wurde aus der Universität Hannover die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Mit dem Namenspatron Gottfried Wilhelm Leibniz wollte die Universität Hannover zu einem noch deutlicheren Profil gelangen. Der Zeitpunkt der Umbenennung fiel in das 175. Jubiläumsjahr der Universität. Der 10. Jahrestag als Leibniz Universität soll mit einem offiziellen Festakt und anschließendem hochschulöffentlichen Fest im Welfengarten gefeiert werden.