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300 Jahre Monadologie – Interpretation, Rezeption, Transformation

Internationales und interdisziplinäres Symposium

Innerhalb des ca. 20.000 Blatt umfassenden schriftlichen Nachlasses von Gottfried Wilhelm Leibniz besitzt die so genannte Monadologie ohne Zweifel einen herausragenden Stellenwert. Die im Jahre 1714 auf Bitte eines französischen Gelehrten verfasste, in vier Manuskripten überlieferte Gelegenheitsschrift gilt gleich nach deren erster deutscher Übersetzung (1720) als ein Schlüsseltext des Leibniz’schen Denkens. Das Erscheinen des französischen Originaltextes hundert Jahre später (1840) zieht eine zweite, weit über den deutschsprachigen Raum hinausgehende Rezeptionswelle nach sich und macht die Entstehung der Neuen Monadologien Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Frankreich, Deutschland und England möglich. Seitdem und in die Gegenwart hinein ist ferner eine Transformation monadischen Denkens und monadischer Strukturen über die Philosophie hinaus auf Disziplinen wie Psychologie, Soziologie, Poetik und Kunst zu beobachten. Während die Leibniz-Forschung sich weitgehend auf die Interpretation des Klassikers konzentriert, lässt die Rezeptionsgeschichte nach wie vor viele Fragen, Themen und Personen offen. Noch deutlicher fällt das Desiderat auf dem Gebiet monadischer Transformationen auf. Auf der Tagung sollen erstmals diese drei Ansätze, Interpretation, Rezeption und Transformation, gebündelt und miteinander ins Gespräch gebracht werden.

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