Publikation zur Leibniz-Sonderausstellung der ThULB erschienen

Zur aktuellen Leibniz-Sonderausstellung [1] der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) ist soeben ein reich illustrierter Begleitband erschienen:

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716). Leben, Werk, Wirkung. In historischen Büchern und Dokumenten der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena. Hrsg. von Sabine Wefers unter Mitarbeit von Kirsten Gerth und Uwe B. Glatz. – Jena: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, 2016. – 114 S. : Illustrationen, Porträts. – ISBN 978-3-944830-82-7 (Broschur : EUR 9.50).

Das Buch stellt anhand 66 ausgewählter Exponate des 17. und 18. Jahrhunderts aus den Beständen der ThULB den großen Universalgelehrten, dessen Todestag sich am 14. November zum 300. Mal jährt, in Text und Bild vor.

Analog zu der noch bis Januar 2017 laufenden Sonderausstellung nimmt die Publikation den „ganzen“ Leibniz in den Blick und thematisiert zugleich die spezifischen Jena-Bezüge von Person und Werk. Schließlich hat Leibniz 1663 während seines kurzen Studienaufenthaltes in Jena bei Erhard Weigel entscheidende Impulse für seine geistige Entwicklung empfangen, und auch die Leibniz-Rezeption des 18. Jahrhunderts ist maßgeblich mit dem Namen der Alma mater Jenensis verbunden.

Neben den zeitgenössischen „Hauptwerken“ Leibniz‘ aus Philosophie und Mathematik werden auch die weniger bekannten Seiten seines Schaffens beleuchtet, etwa sein Wirken als Geologe, Physiker, Ingenieur, Jurist, Historiker oder Sprachforscher, aber auch sein Jahrzehnte währendes Interesse an der Kultur Chinas. Der Briefeschreiber Leibniz, dessen weitverzweigte Korrespondenz zu den umfangreichsten der Frühen Neuzeit gehört, wird anhand von Autografen und historischen Briefeditionen präsentiert.

Inhalt: Vorwort (S. 6–7) — Leben (S. 8–17) — Leibniz in Jena: Studium (S. 18–31) — Mathematik (S. 32–57) — Philosophie (S. 58–73) — Naturwissenschaften, Technik, Medizin (S. 74–85) — Recht, Politik, Geschichte, Sprache, Kultur (S. 86–95) — Briefe (S. 96–101) — Leibniz in Jena: Rezeption (S. 102–111) — Literatur (S. 112–114).

Der Band kann zum Preis von 9.50 EUR über den ThULB-Shop [2] bezogen werden.

Hyperlinks:

[1] http://www.thulb.uni-jena.de/Ausstellungen/Gottfried+Wilhelm+Leibniz+%281646%E2%80%931716%29_+Leben_+Werk_+Wirkung_.html

[2] http://www.thulb.uni-jena.de/Wir+%C3%BCber+uns/ThULB_Shop/Publikationen+_+mehr.html

Junge Leibniz-Forscher mit VGH-Preis ausgezeichnet

Presseinformation der VGH Versicherungen

Zum ersten Mal ist heute der „VGH-Preis für hervorragende Leibniz-Dissertationen“ vergeben worden. Ausgezeichnet: zwei junge Wissenschaftlerinnen aus Argentinien bzw. Kolumbien und ein Forscher aus Frankreich. Die Verleihung fand während des X. Internationalen Leibniz-Kongresses in Hannover statt, einem „Highlight“ des Leibniz-Jahres 2016.

Initiatoren der Ausschreibung waren die Leibniz-Stiftungsprofessur der Leibniz Universität Hannover und die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft. Das gemeinsame Ziel: weltweit junge Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen anzusprechen, die sich in ihren Dissertationsarbeiten mit Leibniz, dessen Denken und Werken beschäftigen. Die VGH Versicherungen, die den Leibniz-Kongress seit 1993 unterstützen, übernahmen aus Anlass der diesjährigen Jubiläen rund um den letzten Universalgelehrten (1646-1716) auch die Finanzierung der Preisgelder in Höhe von insgesamt 6.000 Euro.

Jeweils 2.000 Euro erhielten für ihre hervorragende Leibniz-Dissertation:

Dr. María Griselda Gaiada, Jahrgang 1979, La Plata, Argentinien. Studium und Promotion an der National University of La Plata (UNLP), Trägerin verschiedener Preise. Dissertation 2013 (veröffentlicht 2015): „Deo Volente: Der Status des göttlichen Willens in Leibniz‘ Theodizee“. Aus dem Gutachten: „Eine sehr sorgfältig gearbeitete Schrift, die die geschichtliche Entwicklung des Leibnizschen Denkens am Willensbegriff herausarbeitet und so zu einer bemerkenswerten Analyse der Theodizee* und ihrem Kernanliegen führt.“ (*Gerechtigkeit Gottes, Rechtfertigung Gottes)

Dr. Laura E. Herrera Castillo, Jahrgang 1986, Bogota, Kolumbien. Studium und Promotion an der Universität Granada, zurzeit Alexander-von-Humboldt-Stipendiatin an der Leibniz-Stiftungsprofessur der Leibniz Universität Hannover. Dissertation 2013 (veröffentlicht 2015): „Kurven und Spiegel. Der funktionale Charakter der monadischen Aktivität bei G. W. Leibniz“. Aus dem Gutachten: „Dr. Herrera’s dissertation (…) is a comprehensive examination of the concept of function in Leibniz’s thought, uniting its mathematical and metaphysical roles. (…) the result is a much fuller and more closely integrated interpretation of Leibniz’s thought.“

Dr. Arnaud Lalanne, Jahrgang 1980, Pessac, Frankreich. Studium an der Université Bordeaux Montaigne, Dissertation 2013 an der Université Paris IV: „Genese und Entwicklung des Prinzips des zureichenden Grundes bei Leibniz“. Aus dem Gutachten: „Ohne die Benutzung dieser Arbeit wird künftig keine seriöse Untersuchung zu diesem Thema möglich sein. (…) Das Ergebnis ist außerordentlich beeindruckend.“

Bewerber aus acht Ländern

Insgesamt prüfte die internationale Experten-Jury unter Leitung des Inhabers der Leibniz-Stiftungsprofessur, Prof. Dr. Wenchao Li, zwölf qualifizierte Arbeiten aus einem breiten Themenspektrum – von der Philosophie der Universalharmonie bis hin zur Beschäftigung mit neu entstandenen Wissenschaften wie der Biologie. Die Bewerber, darunter ein Drittel Frauen, kamen aus Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kolumbien, Mexiko und den USA.

Den Rahmen der Preisverleihung bildete der traditionelle Empfang des Leibniz-Kongresses. Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Epping und sein Vorgänger Prof. Dr. Erich Barke, Präsident der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft, übernahmen die Begrüßung der rund 250 geladenen Gäste im Lichthof der Leibniz Universität Hannover.

Wichtiger Ideengeber auch für Versicherungswirtschaft

Gottfried Wilhelm Leibniz - VGH-Preis

Gottfried Wilhelm Leibniz (depositphotos.com)

Dr. Ulrich Knemeyer, Vorstandsmitglied der VGH und der Leibniz-Gesellschaft, stellte gemeinsam mit Moderatorin Dr. Manola Märtens die Preisträger vor und überreichte ihnen die Urkunden und Schecks. Knemeyer zum Engagement der VGH: „Wir sehen in Leibniz einen wichtigen Ideengeber für die Versicherungswirtschaft. Erste Pläne einer solidarischen Feuerversicherung und die Grundlagen solider Versicherungsmathematik gehen auf diesen großen Aufklärer und Universalgelehrten zurück. Deshalb verbindet uns nicht nur der Stammsitz Hannover mit Leibniz. Ihm zu Ehren stiften wir den VGH-Preis für hervorragende Leibniz-Dissertationen.“

VGH-Preis fördert Vermittlung des Gedankenguts von Leibniz

Als Juryleiter erläuterte Prof. Dr. Wenchao Li dem Publikum die Kriterien, nach denen Kandidaten und Preisträger ausgewählt wurden. Sie orientieren sich an den grundsätzlichen Zielen der Initiatoren: „Seit 50 Jahren stellt sich die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft der Aufgabe, die Kenntnis des Werkes und des Wirkens von Leibniz zu vertiefen, wie Leibniz Verbindungen zwischen den Disziplinen der Wissenschaften zu pflegen und sein Gedankengut weiteren Kreisen zu vermitteln.“ Die enge Zusammenarbeit mit der Leibniz-Stiftungsprofessur bringe zudem durch wissenschaftliche Arbeiten und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen die besondere Verbundenheit von Stadt und Hochschule zum Ausdruck und lasse sie international sichtbar werden.

Die musikalische Begleitung des Rahmenprogramms, zu dem auch eine Festansprache von Prof. Dr. Heinrich Schepers gehörte (Leibniz-Forschungsstelle Münster), gestaltete das Posaunenquartett der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Die Mitglieder der Jury im Überblick:

Prof. Dr. Wenchao Li (federführend, Hannover/Potsdam)
Prof. Dr. Herbert Breger (Hannover)
Prof. Dr. Jaime Juan de Salas Ortueta (Madrid)
Prof. Dr. Michel Fichant (Straßburg)
Prof. Dr. Klaus E. Kaehler (Köln)
Prof. Dr. Juan Nicolás Marin (Granada)
Prof. Dr. Enrico Pasini (Turin)
Prof. Dr. Hans Poser (Berlin)
Prof. Dr. Concha Roldán Panadero (Madrid)
Prof. Dr. Donald Rutherford (San Diego)
Prof. Dr. Kiyoshi Sakai (Tokyo)

Redaktionshinweis:

Fotomotive von den Preisträgern und der Verleihung stellt Ihnen die Pressestelle der VGH auf Wunsch ab Freitag, 22.07., zur Verfügung.

Ansprechpartner für die Medien:

Leibniz-Stiftungsprofessur der Leibniz Universität Hannover, Sekretariat
(Kontakt gilt auch für die Gottfried-Wilhelm-Leibniz Gesellschaft)
Ute Beckmann
Königsworther Platz 1, 30167 Hannover
Tel. 0511.762-17539
Fax 0511.762-17532
beckmann@lsp.uni-hannover.de

VGH Versicherungen, Pressestelle
Chris Förster / Christian Worms
Schiffgraben 4, 30159 Hannover
Tel. 0511.362-3800 / -3808
Fax 0511.362-2597
chris.foerster@vgh.de / christian.worms@vgh.de

Das Jahrhundertprojekt: Der Film über die Leibniz-Editionsstellen der BBAW

Was hätte Gottfried Wilhelm Leibniz, der große Universalgelehrte, uns heute zu sagen? Diese Frage nimmt sich der Dokumentarfilm über die Leibniz-Editionsstellen in Berlin und Potsdam zum Ausgangspunkt, den die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften aus Anlass des diesjährigen doppelten Leibniz-Jubiläums präsentiert. Um einen Aktualitätsbezug des Leibnizʼschen Denkens überhaupt erst herzustellen, muss man sein Werk kennen, und die Kenntnis seines Werkes ist nicht denkbar ohne die Errungenschaften der Leibniz-Edition, die es sich zum Ziel gemacht hat, den einzigartigen, 200.000 handschriftliche Seiten umfassenden Nachlass des Universalgelehrten zu edieren.

Das interakademische Langzeitvorhaben der Leibniz-Edition besteht aus vier Arbeitsstellen, die zwei der Göttinger Akademie der Wissenschaften angehörigen Editionsstellen in Münster und Hannover und die zwei Editionsstellen der BBAW in Berlin und Potsdam. Ausgehend von der außerordentlichen historischen Bedeutung von Leibniz für die BBAW steht die Arbeit der Editionsstellen Berlin und Potsdam im Zentrum des Filmes, dessen Kurzversion am 1. Juli 2016, dem 370. Geburtstag von Leibniz, erscheint.

Die Kurzfilmversion bietet einen ersten Einblick in die Faszination der Arbeit am Leibniz-Nachlass aber auch in die damit verbundenen Herausforderungen und fungiert zugleich als Teaser für eine Langversion, die zum Abschluss des Jahresthemas 2015|16 “Leibniz: Vision als Aufgabe” auf dem Einsteintag der BBAW am 25. November 2016 vorgestellt werden wird und dann auch auf der Website der BBAW zu sehen sein wird.

Link zum Film:

http://jahresthema.bbaw.de/2015_2016/mediathek/filmdokumentation/film

leibnizfilm

Die Filmdokumentation wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

Projekt „Leibniz lebt!“ läuft an

Unter dem Motto „Es gibt nichts Totes“ hat sich eine Kunstaktion entwickelt, deren Ausläufer an zahlreichen Bäumen in Hannover bereits auszumachen sind. 300 Schülern wurde jeweils ein Baum an Leibniz-relevanten Orten zugeteilt, den sie künstlerisch gestalten dürfen. Ab dem 20. Mai bis zum 18. November werden die Ideen zu bestaunen sein, die aus zahlreichen Workshops entstanden sind. Noch werden gerne Spenden für die Crowdfunding-Kampagne entgegengenommen.

Mehr Informationen unter:

http://www.stadtkind-hannover.de/2016/04/1-interdisziplinaeres-kunstspektakel-leibniz-lebt-es-gibt-nichts-totes/

http://puschart.de/index.php/Projekte

Für Spenden:

https://www.startnext.com/Kunstspektakel

H. Schepers: Die sich selbst und ihre Welt konstituierende Monade (Hefte der LSP 28)

Im Wehrhahn Verlag ist ein neues Heft aus der Reihe Hefte der Leibniz-Stiftungsprofessur erschienen:

Heinrich Schepers: Die sich selbst und ihre Welt konstituierende Monade. Deutsch – Englisch – Französisch – Spanisch (= Hefte der Leibniz-Stiftungsprofessur 28), hrsg. von Wenchao Li, Hannover: Wehrhahn Verlag 2016.

ISBN 978-3-86525-528-0
Umfang: 56 Seiten, Preis: 8,00 €

Zu erwerben ist die Publikation im Buchhandel oder direkt beim Wehrhahn Verlag.

 

CfP: 10th Annual Conference of the Leibniz Society of North America

10th Annual Conference (2016) | Leibniz Society of North America
The Leibniz-Caroline-Clarke (Newton) Correspondence
Call for Papers (first announcement)

The 10th annual conference of the Leibniz Society of North America will be held on November 4-6 at the University of Houston in Houston, TX. This year marks the 300th birthday of Leibniz’s death, which occurred on 14 November 1716. During the last year of his life, Leibniz was engaged in his famous correspondence with Samuel Clarke. Clarke had become the front man for the Newtonian cause after Leibniz’s erstwhile friend and follower in Hanover, the newly crowned Princes of Wales, Caroline of Ansbach, showed him a letter she had received from Leibniz in mid-November 1715, a letter in which Leibniz attacked English philosophy in general, and Newtonian philosophy in particular, for contributing to the decline of natural religion in England. When Caroline transmitted Clarke’s first response to Leibniz in her letter of 6 December 1715, the year-long debate, ending only with Leibniz’s death, was officially joined. It ranged over a myriad of issues, among others, the nature of space and time, God and God’s activity in the world and God’s relation to space, miracles, gravity and action at a distance, force, atomism and the possibility of a void, the principle of sufficient reason, the principle of the identity of indiscernibles. Many of these issues reflected methodological differences between Leibniz and the Newtonians in their approaches to natural philosophy; but in an effort to appeal to Caroline’s religious sensibilities, Leibniz strove to keep the debate focused on what he saw as the corrosive effects of Newtonian philosophy on natural religion and its tendency to detract, as Leibniz saw it, from the wisdom God.

In light of the importance of Leibniz’s correspondence with Clarke during the last year of his life, the organizers of the 10th annual conference of the LSNA are particularly interested papers dealing with some aspect of the personal, political, scientific, and philosophical dimensions of the correspondence, as well as with Leibniz’s responses to the Newtonians in general. Discussions of Clarke’s philosophical and theological works in relation to Leibniz and Newton would also be welcome.

Please submit abstracts in Word format to Gregory Brown at gbrown@uh.edu  by 15 August 2016.

http://www.gwleibniz.com/lsna/LSNA_2016_CallforPapers.html

Prof. Gregory Brown
513 Agnes Arnold Hall
Department of Philosophy
University of Houston
Houston, TX 77203-3004
URL:  http://www.gbrown.org/

II. Internationales Doktorandenkolleg zur Leibniz-Forschung

Das von der Leibniz-Stiftungsprofessur der Universität Hannover und der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft veranstaltete II. Internationale Doktorandenkolleg zur Leibniz-Forschung findet vom 12. (Anreise) bis 16. Juli 2016 in Hannover statt. Die Leitung der Doktorandenschule liegt bei Prof. Dr. Donald Rutherford (Leiter, University of California, San Diego), Prof. Dr. Maria Rosa Antognazza (King’s College, London) und Prof. Dr. Justin Smith (Université Paris Diderot).

Auf dem Doktorandenkolleg werden Dissertationsarbeiten präsentiert und gemeinsam diskutiert. Besuche des Leibniz-Archives und weiterer Leibniz-Orte sind geplant.

Es wird von den Teilnehmenden erwartet, dass sie an dem X. Internationalen Leibniz-Kongress teilnehmen. Weitere Informationen unter:

http://www.gottfried-wilhelm-leibniz-gesellschaft.de/kongress2016

Bewerberinnen/Bewerber senden bis zum 1. Januar 2016 ein Exposé (5 Seiten) ihres Dissertationsprojekts sowie den Namen ihrer Universität und der Betreuerin/des Betreuers ihrer Arbeit als auch eine eventuelle Liste von Veröffentlichungen an folgende Adresse:

Leibniz Universität Hannover
Frau Ute Beckmann
Sekretariat der Leibniz-Stiftungsprofessur
Königsworther Platz 1
30167 Hannover

beckmann@lsp.uni-hannover.de

Das Exposé soll in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst sein. Die Entscheidung über die Teilnahme erfolgt bis zum Ende Februar 2016.

Es steht eine begrenzte Anzahl von Stipendien zur Verfügung.

Vom 7. bis 12. Juli 2016 findet eine Sommerschule in Leipzig statt, an der Doktoranden teilnehmen können. Weitere Informationen unter:

http://www.leibniz2016.de

Das Doktorandenkolleg wird von der Leibniz-Stiftungsprofessur finanziert.

Ausschreibung (DE/EN/FR) (Stand: 16.09.15)

Leibniz‘ Harmonien 2016

Internationaler Kompositionswettbewerb

Gottfried Wilhelm Leibniz (21. Juni / 1. Juli 1646 – 14. November 1716)

Der internationale Kompositionswettbewerb Leibniz’ Harmonien thematisiert Leibniz’ Vorstellung von musikalischer Harmonie und unseren heutigen Bezug auf sie. So bringt er weltweit Wissenschaft und Kunst miteinander und mit der Gesellschaft in Austausch.

Der Wettbewerb wird weltweit in acht Sprachen ausgeschrieben in den vier Kategorien Orchester, Ensemble aus traditionellen chinesischen und westlichen Instrumenten, Solo-Instrument und Radiophone Komposition / Klangkunst.* Die Ur- und Wiederaufführungen werden in Hannover und in den Partnerstädten in koordinierten Veranstaltungen stattfinden durch NDR Radiophilharmonie und Das Neue Ensemble Hannover sowie Con Tempo Ensemble Beijing.

Schirmherren:
Bundesminister des Auswärtigen Dr. Frank – Walter Steinmeier
Botschafter der Volksrepublik China in Berlin Shi Mingde

Veranstalter:
Musik für heute e. V.
Alte Grammophonfabrik, Edwin-Oppler-Weg 5, 30167 Hannover

 

* Allen Kategorien gemeinsam wird eine Auswahl von Leibniz-Texten zum Verhältnis von Harmonie und Dissonanz sowie von Arithmetik und Musik zugrunde liegen (vgl. etwa Brief an Christian Goldbach vom 17. April 1712, Leibniz, Opera omnia Band III, Hrsg. Dutens, Genf 1768):

„Die Musik ist der Arithmetik untergeordnet, und wenn man einige grundlegende Versuche mit Harmonien und Dissonanzen kennt, weiß man, daß auch alle ihre übrigen Prinzipien von Zahlen abhängen. Die Musik ist eine verborgene arithmetische Übung des Geistes, der nicht weiß, daß er zählt. (…) Wir zählen in der Musik nur bis fünf (…) Wenn uns etwas mehr Feinheit gegeben wäre, könnten wir auch die mit der Primzahl 7 einbeziehen. Und ich glaube, daß es das in der Tat gibt. Aber es wird kaum Menschen geben, die auch die Intervalle aus den nächsten Primzahlen 11 und 13 verwenden.“

 

Mit Unterstützung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover.
Im Rahmen von Musik 21 Niedersachsen.


Detaillierte Informationen zu Kategorien und Einreichungsfristen:
Ausschreibung | Announcement
Leibniz‘ Harmonien – Offizielle Website

Pressestimmen:
14. Juli 2015 | Schweizerische Musikzeitung
Musik für die beste aller möglichen Welten

18. Juli 2015 | Frankfurter Allgemeine Zeitung
Komponisten gesucht: Leibniz-Wettbewerb ausgeschrieben

„Leibniz lebt: Es gibt nichts Totes!“

Ein „Interdisziplinäres Kunstspektakel“ zum 300sten Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz

Credo:
„Leibniz für jedermann!“ – Kunst, Wissenschaft und Philosophie zum Mitmachen und Mitdenken im Leibnizjahr 2016!

Dreh- und Angelpunkt des Projektes „Leibniz lebt: Es gibt nichts Totes!“ ist die spannungsreiche Erkenntnis des letzten deutschen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz „Es gibt nichts Ödes, nichts Unfruchtbares, nichts Totes …!“ (Monadologie, 69). Sie steht beispielhaft für sein tiefgründiges, interdisziplinäres Denken. Als letzter deutscher Universalgelehrter ist er für uns ein unverzichtbares Vorbild – sowohl in der Theorie als auch in der sozialen und nachhaltigen Praxis.

Das Vorhaben greift die wertvolle Erkenntnis Leibniz „Es gibt nichts Totes!“ auf. Es setzt sie in drei interagierenden Aktionsfeldern allgemeinverständlich mit aktuellen sozialen und nachhaltigen Bezügen künstlerisch-philosophisch in Szene:

1. mit einer Interdisziplinären Installation,
2. einem Interdisziplinären Schülerprojekt und
3. einer Interaktiven DenkWerkStadt Hannover.

Ziel ist es, die Aktualität leibnizscher Gedanken (Leibniz lebt) für eine breite Öffentlichkeit – insbesondere für Schüler – sichtbar und erlebbar zu machen.

Mehr noch: Das Vorhaben lädt die Schüler und Besucher ein, sich mit ausgewählten philosophischen, sozialen und nachhaltigen Ideen von Leibniz auf eine spielerisch-künstlerische Weise auseinander zu setzen.

In allen drei Aktionsfeldern werden die Besucher bzw. Schüler selbst zu Akteuren.
Ganz der Denktradition des letzten deutschen Universalgelehrten folgend, fördert das Vorhaben die interdisziplinäre Denk- und Kreativkultur sowie das Gedankengut Leibniz in und um Hannover. Es wirft Fragen auf, verbindet geistes- und naturwissenschaftliche Aspekte und schafft Denkfreiräume. Dabei steht die Allgemeinverständlichkeit, die unmittelbare Erfahrung und Wahrnehmung sowie das direkte Erlebnis an erster Stelle, da es tiefere Schichten in uns berührt und neue Horizonte eröffnet.

Initiatorin und Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Marion Pusch, Tel.: 0177 – 271 59 72, info@dr-pusch.de, Verein “Point of Smile“ (i. G.)

Mehr unter: www.puschart.de/index.php/projekte

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