Projekte

Stand: Juli 2016

Das Jahrhundertprojekt: Der Film über die Leibniz-Editionsstellen der BBAW

Was hätte Gottfried Wilhelm Leibniz, der große Universalgelehrte, uns heute zu sagen? Diese Frage nimmt sich der Dokumentarfilm über die Leibniz-Editionsstellen in Berlin und Potsdam zum Ausgangspunkt, den die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften aus Anlass des diesjährigen doppelten Leibniz-Jubiläums präsentiert. Um einen Aktualitätsbezug des Leibnizʼschen Denkens überhaupt erst herzustellen, muss man sein Werk kennen, und die Kenntnis seines Werkes ist nicht denkbar ohne die Errungenschaften der Leibniz-Edition, die es sich zum Ziel gemacht hat, den einzigartigen, 200.000 handschriftliche Seiten umfassenden Nachlass des Universalgelehrten zu edieren.

Das interakademische Langzeitvorhaben der Leibniz-Edition besteht aus vier Arbeitsstellen, die zwei der Göttinger Akademie der Wissenschaften angehörigen Editionsstellen in Münster und Hannover und die zwei Editionsstellen der BBAW in Berlin und Potsdam. Ausgehend von der außerordentlichen historischen Bedeutung von Leibniz für die BBAW steht die Arbeit der Editionsstellen Berlin und Potsdam im Zentrum des Filmes, dessen Kurzversion am 1. Juli 2016, dem 370. Geburtstag von Leibniz, erscheint.

Die Kurzfilmversion bietet einen ersten Einblick in die Faszination der Arbeit am Leibniz-Nachlass aber auch in die damit verbundenen Herausforderungen und fungiert zugleich als Teaser für eine Langversion, die zum Abschluss des Jahresthemas 2015|16 “Leibniz: Vision als Aufgabe” auf dem Einsteintag der BBAW am 25. November 2016 vorgestellt werden wird und dann auch auf der Website der BBAW zu sehen sein wird.

Link zum Film:

http://jahresthema.bbaw.de/2015_2016/mediathek/filmdokumentation/film

leibnizfilm

Die Filmdokumentation wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

 

VGH-Preis für hervorragende Leibniz-Dissertationen

Datum: 21. Juli 2016 (ab 18 Uhr)
Ort: Lichthof der Leibniz Universität Hannover

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft und die Leibniz-Stiftungsprofessur der Leibniz Universität Hannover schreiben gemeinsam einen Preis für hervorragende Leibniz-Dissertationen aus. Das Preisgeld wird von den VGH Versicherungen im Lande Niedersachsen (Deutschland) gestiftet und trägt den Namen des Unternehmens.

Die Ausschreibung richtet sich weltweit an junge Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen, die sich in ihrer Dissertationsarbeit im Wesentlichen mit Leibniz, dessen Denken und Werken beschäftigen. Die Promotion darf nicht vor dem 1. August 2011 liegen.

Es werden Preise im Gesamtwert von 6000 Euro vergeben.

Ausschreibung / Announcement

 

Automaten, Maschinen, Organismen

Internationale Tagung an der Leibniz Universität Hannover, ausgerichtet von der Leibniz-Stiftungsprofessur

Datum: wird noch bekanntgegeben

 

Das Allgemeinwohl bei Leibniz

Internationale Tagung an der Leibniz Universität Hannover, ausgerichtet von der Leibniz-Stiftungsprofessur

Datum: wird noch bekanntgegeben

Leibniz und das Wunder

Internationale Konferenz
Konzeption: Prof. Dr. Peter Nickl

Datum: wird noch bekanntgegeben

 

1716 – Leibnizens letztes Lebensjahr

Ausstellung in der neu gestalteten Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Datum: Juni-Dezember 2016
Ort: Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Leibnizens Lebens und Schaffen im Jahr 1716, sowie der historische Kontext. Originalen aus den Bibliotheksbeständen soll besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Ein Begleitbuch wird sich an eine breite Öffentlichkeit wenden. Regelmäßige Führungen durch die Ausstellung werden angeboten.

 

„Leibniz lebt: Es gibt nichts Totes!“
Ein „Interdisziplinäres Kunstspektakel“ zum 300sten Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz

Credo:
„Leibniz für jedermann!“ – Kunst, Wissenschaft und Philosophie zum Mitmachen und Mitdenken im Leibnizjahr 2016!

Dreh- und Angelpunkt des Projektes „Leibniz lebt: Es gibt nichts Totes!“ ist die spannungsreiche Erkenntnis des letzten deutschen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz „Es gibt nichts Ödes, nichts Unfruchtbares, nichts Totes …!“ (Monadologie, 69). Sie steht beispielhaft für sein tiefgründiges, interdisziplinäres Denken. Als letzter deutscher Universalgelehrter ist er für uns ein unverzichtbares Vorbild – sowohl in der Theorie als auch in der sozialen und nachhaltigen Praxis.

Das Vorhaben greift die wertvolle Erkenntnis Leibniz „Es gibt nichts Totes!“ auf. Es setzt sie in drei interagierenden Aktionsfeldern allgemeinverständlich mit aktuellen sozialen und nachhaltigen Bezügen künstlerisch-philosophisch in Szene:

1. mit einer Interdisziplinären Installation,
2. einem Interdisziplinären Schülerprojekt und
3. einer Interaktiven DenkWerkStadt Hannover.

Ziel ist es, die Aktualität leibnizscher Gedanken (Leibniz lebt) für eine breite Öffentlichkeit – insbesondere für Schüler – sichtbar und erlebbar zu machen.

Mehr noch: Das Vorhaben lädt die Schüler und Besucher ein, sich mit ausgewählten philosophischen, sozialen und nachhaltigen Ideen von Leibniz auf eine spielerisch-künstlerische Weise auseinander zu setzen.

In allen drei Aktionsfeldern werden die Besucher bzw. Schüler selbst zu Akteuren.
Ganz der Denktradition des letzten deutschen Universalgelehrten folgend, fördert das Vorhaben die interdisziplinäre Denk- und Kreativkultur sowie das Gedankengut Leibniz in und um Hannover. Es wirft Fragen auf, verbindet geistes- und naturwissenschaftliche Aspekte und schafft Denkfreiräume. Dabei steht die Allgemeinverständlichkeit, die unmittelbare Erfahrung und Wahrnehmung sowie das direkte Erlebnis an erster Stelle, da es tiefere Schichten in uns berührt und neue Horizonte eröffnet.

Initiatorin und Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Marion Pusch, Tel.: 0177 – 271 59 72, info@dr-pusch.de, Verein “Point of Smile“ (i. G.)

Mehr unter: www.puschart.de/index.php/projekte

PDF

 

Leibniz‘ Harmonien
Internationaler Kompositionswettbewerb

Der internationale Kompositionswettbewerb Leibniz’ Harmonien thematisiert Leibniz’ Vorstellung von musikalischer Harmonie und unseren heutigen Bezug auf sie. So bringt er weltweit Wissenschaft und Kunst miteinander und mit der Gesellschaft in Austausch.

Der Wettbewerb wird weltweit in acht Sprachen ausgeschrieben in den vier Kategorien Orchester, Ensemble aus traditionellen chinesischen und westlichen Instrumenten, Solo-Instrument und Radiophone Komposition / Klangkunst.* Die Ur- und Wiederaufführungen werden in Hannover und in den Partnerstädten in koordinierten Veranstaltungen stattfinden durch NDR Radiophilharmonie und Das Neue Ensemble Hannover sowie Con Tempo Ensemble Beijing.

Schirmherren:
Bundesminister des Auswärtigen Dr. Frank – Walter Steinmeier
Botschafter der Volksrepublik China in Berlin Shi Mingde

Veranstalter:
Musik für heute e. V.
Alte Grammophonfabrik, Edwin-Oppler-Weg 5, 30167 Hannover

* Allen Kategorien gemeinsam wird eine Auswahl von Leibniz-Texten zum Verhältnis von Harmonie und Dissonanz sowie von Arithmetik und Musik zugrunde liegen (vgl. etwa Brief an Christian Goldbach vom 17. April 1712, Leibniz, Opera omnia Band III, Hrsg. Dutens, Genf 1768):

„Die Musik ist der Arithmetik untergeordnet, und wenn man einige grundlegende Versuche mit Harmonien und Dissonanzen kennt, weiß man, daß auch alle ihre übrigen Prinzipien von Zahlen abhängen. Die Musik ist eine verborgene arithmetische Übung des Geistes, der nicht weiß, daß er zählt. (…) Wir zählen in der Musik nur bis fünf (…) Wenn uns etwas mehr Feinheit gegeben wäre, könnten wir auch die mit der Primzahl 7 einbeziehen. Und ich glaube, daß es das in der Tat gibt. Aber es wird kaum Menschen geben, die auch die Intervalle aus den nächsten Primzahlen 11 und 13 verwenden.“

Mit Unterstützung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover.
Im Rahmen von Musik 21 Niedersachsen.

Ausschreibung | Announcement
Leibniz‘ Harmonien – Offizielle Website

 

Leibniz-Schatzsuche / Geo-Caching-Tour

Datum: ganzjährig
Ort: 5-17 Orte in der Region Hannover

Leibniz hat uns viele Schätze hinterlassen. Wir wollen einem jungen Publikum auf spielerische Weise einen Zugang zu Beispielen seiner Schriften und biografischen Episoden schaffen. Mit einer modernen Schatzsuche wird das Publikum an viele historische Orte des Universalgenies geführt. Die kleinen Schatztruhen – im Jargon der modernen Sucher ‚Caches‘ genannt – liegen in der Natur versteckt. Gleichzeitig sind sie in der Nähe an den mehr oder weniger bekannten Stellen, an denen Leibniz gewirkt, gedacht und gearbeitet hat. Oder es sind Orte, die wir zu seinem Gedenken errichtet haben bzw. für die Schatzsuche neu einrichten.

 

Vortragsreihe zu Leben und Werk von Leibniz

 

Exkursionen zu Leibnizens Wirkungsstätten in Niedersachsen

 

Exkursionen in den Harz

Thema: Leibniz‘ Wirken im Oberharzer Silberbergbau

Zur Zeit von Leibniz war der Bergbau die Hightech-Industrie. Sie benutzte im Wesentlichen Wasserenergie, die im Oberharz
beschränkt war, um die Gruben trocken zu halten.

Die Exkursion wird drei Schwerpunkte haben: 1) Einführung in das Oberharzer Wasserwirtschaftssystem, heute UNESCO Weltkulturerbe, das Leibniz verbessern wollte, 2) die Stätten von Leibniz‘ Wirken (1679-1686), um die Windkraft zur Lösung der Energieprobleme einzusetzen (Wasser ersetzen), 3) die Stätten von Leibniz‘ Wirken (1692–1695), um verschiedene Verbesserungen bei derSchachtförderung einzuführen, um Energie zu sparen (Wasser sparen).

 

Leibniz-Wanderweg im Oberharz

Der Leibniz-Wanderweg im Oberharz und um Clausthal-Zellerfeld herum wird aus folgenden Elementen bestehen:

– einem Leibniz-Erkenntnisweg
– zwei Leibniz-Vertiefungswegen (beide in Clausthal-Zellerfeld)
– einem Leibniz-Netzwerk im gesamten Oberharz und am Harzrand
– einem bebilderten Führer für den Leibniz-Erkenntnisweg, die Vertiefungswege und das Leibniz-Netzwerk.

Der Leibniz-Wanderweg im Oberharz in und um Clausthal-Zellerfeld herum fügt sich ein als ein Element in das UNESCO-Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“. Es ist Teil des Welterbes Harz zusammen mit der Altstadt Goslar, dem Bergwerk Rammelsberg und dem Kloster Walkenried. Um das großflächige UNESCO-Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft (200 km²) zu erschließen, plant die Welterbe-Leitung fünf Besucher-Informationszentren und 15 Erkenntniswege. In Clausthal-Zellerfeld selbst wird es ein Besucherzentrum beim Bergwerksmuseum in Zellerfeld geben, dazu drei Erkenntniswege. Einer dieser drei Erkenntniswege wird sich mit Leibniz beschäftigen.

Erkenntniswege haben das Ziel, den normalen Besucher des UNESCO-Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft in ca. 2 Stunden auf einer Strecke von ca. 2-3 km in eine Materie, also hier Leibniz und sein Wirken im Oberharzer Silberbergbau, einzuführen. Dazu gehören auch Erklärungen über das soziale, kulturelle und technische Umfeld zur damaligen Zeit. Für denjenigen, der sich detaillierter mit Leibniz‘ Aktivitäten im Oberharz beschäftigen möchte, schließen sich an die Erkenntniswege zwei Vertiefungswege an. Das Leibniz-Netzwerk im Oberharz und am Harzrand wird Harz-Besucher auf den Leibniz-Erkenntnis- und die Vertiefungswege in Clausthal-Zellerfeld aufmerksam machen.

Leibniz kam 1676 an den Hof von Hannover. Schon bald nach seinem Dienstantritt interessierte sich Leibniz für den Silberbergbau im Oberharz. Der Oberharz war das einzige Industriegebiet im Herzogtum. Zur damaligen Zeit war der Harz mit seinen Blei-Silber-Gruben und den umliegenden Eisenhütten eines der führenden, wenn nicht das führende Industrierevier Europas. „Theoria cum praxi“, Leibniz‘ Lebensmotto, meinte er hier umsetzen zu können. Leibniz machte verschiedene Verbesserungsvorschläge für die Nutzung der Windkraft als Ergänzung zur Wasserkraft und für Verbesserungen bei der Schachtförderung. Bergbau und Hüttenwesen waren die damalige High Tech-Industrie. Leibniz sagte über den Harz 1679:

„Denn der Harz ist eine wahre Quelle der Erfahrungen und Entdeckungen in der Mechanik und der Physik; ich glaube mit 5 oder 6 Praktikern aus dem Harz mehr entdecken zu können als mit 20 der größten Gelehrten Europas.“ (aus dem Französischen übersetzt aus einer Denkschrift an Herzog Johann Friedrich vom Februar 1679).

Der Oberharz war gegen Ende des 17. und im 18. Jahrhundert das bedeutendste Silber-Bergbaurevier Deutschlands mit einer Produktion von über 50% der deutschen Gesamtförderung. Das Harzer Bergbaugebiet war außerdem ein wesentlicher Steuerzahler für den Welfenhof in Hannover; zudem war der hannoversche Welfenherzog z.T. selbst Bergwerkseigentümer. Silber war zu Zeiten Leibniz das Münzmetall per se. Es hatte relativ zum Wert des Goldes einen dreimal höheren Wert als heute.

Der Silberbergbau im Oberharz ging auf Gängen um. Gänge sind mit Erz verheilte Spalten im Gebirge. Aus Durchlässigkeiten des Gebirges sammelte sich in den Gruben das Grundwasser und das eingesickerte Regen- und Schmelzwasser. Somit bestand die Daueraufgabe der Bergleute darin, nicht nur das Silbererz, sondern gleichzeitig Wasser zu fördern, um die Gruben trocken (zu Sumpf) zu halten und das Erz überhaupt erst zugänglich zu machen. Die hierzu eingesetzten Pumpen wurden mit Wasserrädern angetrieben. Da das Wasser als Antriebsenergie immer knapp war, wollte Leibniz eine weitere Antriebsenergie, die Windkraft, einführen und die Fördertechnik verbessern, um Energie zu sparen.

Leibniz‘ Wirken im Oberharzer Silberbergbau fand in zwei Phasen statt: 1680-1685/86 (Schwerpunkt: Versuch der Einführung der Windmühlen (Windkünsten) zum Herauspumpen des Wassers aus den Gruben und 1692-1695 (Versuche zur Verbesserung der Schachtförderung und Pumpen für die Wasserhaltung). In einer dritten Phase von 1712-1715 versuchte Leibniz, barometrische Höhenmessungen als Untertage-Vermessungsinstrument zu entwickeln. In dieser Phase reiste er jedoch nicht mehr in den Harz, sondern bemühte sich, diese Entwicklung durch eine Kooperation mit dem Clausthaler Markscheider (Vermesser untertage) Ripking und dem Clausthaler Generalsuperintendenten Caspar Calvör voranzutreiben.

Leibniz‘ Engagement im Harz war sehr arbeitsintensiv. So reiste er im Zeitraum von 1680 bis 1686 31mal in den Oberharz und verbrachte dort etwa 165 Arbeitswochen, so dass er in dieser Zeit fast länger im Oberharz war als an seinem eigentlichen Dienstort Hannover. In der zweiten Phase ließ sich Leibniz meist durch einen Gehilfen vertreten. Er verbrachte nur acht Wochen im Oberharz verknüpft mit sieben Reisen.

Mit allen seinen Ideen und Erfindungen für den Harzer Bergbau ist Leibniz gescheitert. Er war seiner Zeit zu weit voraus. Die meisten seiner Ideen sind heute jedoch Stand der Technik: das Endlosseil zum Gewichtsausgleich, die konische Trommel und die Wickeltrommel (Bobine) zum Momentenausgleich und letzten Endes das Konzept der Sparteiche. Leibniz entwickelte es im Zusammenhang mit der Planung von Wasserkreisläufen durch den Einsatz der Horizontalwindmühle zum Rezyklieren des Aufschlagwassers für den Antrieb der Pumpen zum Trockenhalten der Gruben. Es ist das Konzept der heutigen Pumpspeicherkraftwerke, von großer Bedeutung für die Speicherung der unregelmäßig anfallenden erneuerbaren Energien, das Leibniz vorweg nahm. Leibniz‘ Problem, wie fädelt man eine neue „unkonventionelle“ Energie, die Windkraft, in ein traditionelles, gut funktionierendes Energiesystem (früher Wasserkraft, heute fossile Energien) ein, ist heute wieder eine aktuelle Fragestellung.

 

Führungen durch die Leibniz-Dauerausstellung

Ort: Leibniz Universität Hannover

2011 wurde die Leibniz Dauer-Ausstellung im Hauptgebäude der LUH um einen zweiten Pavillon erweitert. Auf 21 Bild- und
Texttafeln werden Leibniz’ bedeutende Beiträge und neue Erkenntnisse in Philosophie, Theologie, Sprachwissenschaften,
Mathematik (ergänzend), Rechts-, Geschichts- und Politikwissenschaften, Gründung von Akademien sowie weiterhin Kunst- und Versicherungswissenschaften gezeigt; auch seine Denkmäler in Hannover sind einbezogen. Die Texte stammen von 13 Autoren aus Instituten von 6 Fakultäten.

 

Opern- und Theatervorführungen

 

1716 – Leibniz‘ letztes Lebensjahr. Unbekanntes zu einem bekannten Universalgenie

Editionsworkshop: 3. bis 5. Dezember 2014
Publikation: Ende 2015 / Anfang 2016
Ausstellung: 21. Juni bis 31. Dezember 2016

Das letzte Lebensjahr von Leibniz ist nicht nur für den Universalgelehrten selbst, sondern auch für den Anspruch der Barockwissenschaft auf Universalgelehrtheit ein Schicksalsjahr.
Leibniz‘ Tod markiert zugleich den Höhepunkt und das Ende der
Allwissenheitsträume der wissenschaftlichen Revolutionen des 17. Jahrhunderts. 1716 kulminierten noch einmal alle wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Bestrebungen des Ausnahmegelehrten. Das Leibniz-Archiv (Leibniz Forschungsstelle Hannover) bietet durch die bislang nicht edierten Leibniz-Briefe aus dem Jahr 1716, die jetzt in editorisch angereicherten hochwertigen Transkriptionen sukzessiv ins Internet gestellt werden, erstmals die Möglichkeit, bislang unbekannte Einblicke in das Todesjahr von Leibniz zu gewähren. Auf diese Weise lassen sich neue spannende Erkenntnisse über den schillernden Gelehrten der barocken Universalwissenschaft gewinnen, mit dessen Tod zugleich eine ganze Epoche frühmoderner Wissenschaft unterging. Geplant ist in enger Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek ein Editionsworkshop mit Buchpublikation und Ausstellung.